Es war schon spät, als ich mich mit MP3-Player bewaffnet ins Bett begab. […] So lag ich da und hörte die “Die schwarze Katze” von Edgar Allan Poe. Die Geschichte einer Katze, die stets zu ihrem Peiniger zurückkehrt, um ihn damit in den Wahnsinn zu treiben. Schon stand ich an der Schwelle zum Reich der Träume, als die schwarze Katze ein weiteres Mal um die Ecke schlich. In diesem Moment schlug mein Schlafzimmerfenster gegen meine Tischlampe. […] Ich öffnete meine Augen in Richtung Fenster und blickte direkt in zwei leuchtende Perlen, die mich starr und emotionslos fixierten. Ich war gebannt, irritiert, konnte an nichts denken und fühlte mich gelähmt. […] Da realisierte ich, dass mich eine schwarze Katze besuchte, was mein Herz in wilde Raserei versetzte. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich meine nächtliche Ruhe fand […].
F. Aschwanden